Hallein – die Salzstadt im Salzburger Land

03. November 2009

Die österreichische Kleinstadt Hallein liegt circa 15 Kilometer südlich von Salzburg. Sie ist die zweitgrößte Stadt des Bundeslandes Salzburg nach dessen gleichnamiger Hauptstadt. Die Bezirkshauptstadt des Tennengaus ist ein wichtiger Industriestandort in Österreich.

Der Name „Hallein“ stammt aus dem Keltischen. Er leitet sich von dem keltischen Wort für Saline „Hall“ und der Verkleinerungsform „-lein“ ab. Deshalb liegt der Akzent auf der ersten Silbe, die auf die lange historische Bedeutsamkeit der Stadt in der Salzgewinnung hinweist. Hallein ist außerdem bekannt für historische Funde aus der Zeit der Kelten.

Die Stadt im Salzburger Land war ein langjähriger Wohnort von Franz Xaver Grubers. Er erlangte als Komponist des Weihnachtslieds „Stille Nacht“ Berühmtheit. Grubers Grab befindet sich im Zentrum von Hallein neben einer Kirche.

Die Bevölkerung des Ortes stieg bis 2001 auf 18.399 Einwohner. Damit liegt er über dem wachsenden Durchschnitt des Bundeslandes. Ein Grund dafür war die Zuwanderung von Arbeitskräften aus der Türkei und Jugoslawien in den 1970er Jahren. Diese wurden überwiegend für die Industrie benötigt. Durch den Zuzug entwickelte sich Hallein in den vergangenen Jahrzehnten zunehmend zu einer multikulturellen Kleinstadt.

Die Salzwelten Hallein bei Salzburg

Das Salzbergwerk ist eine der größten Sehenswürdigkeiten der Tennengauer Bezirkshauptstadt. Es war als Salzbergwerk Hallein bekannt, erhielt aber den neuen Namen „Salzwelten Hallein bei Salzburg“. Dieser wurde gewählt, um die Bedeutung für die Stadt Salzburg hervor zu heben und den Bergwerkstourismus anzukurbeln. Der genaue Standort des Bergwerks ist Bad Dürrnberg, eine Katastralgemeinde der Stadt.

Im Halleiner Bergwerk bauten bereits vor ungefähr 2500 Jahren Kelten Salz ab. Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau konnte dank dieses großen Salzvorkommens im Dürrnberg die barocke Residenzstadt Salzburg aufbauen. Die Besonderheiten von diesem Bergwerk sind zwei Bergmannsrutschen, eine Grubenbahn, eine unterirdische Floßfahrt. Hinzu kommt ein Keltendorf übertage.

Hallein und seine Sehenswürdigkeiten liegen direkt an der Tauernbahn. Es verfügt über einen eigenen Bahnhof und über eine neue S-Bahn-Haltestelle im Stadtteil Burgfried. Die Landeshauptstadt Salzburg ist von dem Ferienort aus mit einem Regionalexpress und der Linie S3 innerhalb von 20 Minuten erreichbar.

Tourismus in Salzburg

22. Juni 2009

Ein großer Wirtschaftsfaktor der Stadt ist der Tourismus. Im Jahr 2007 übernachtetenn 2,1 Millionen Menschen in der Stadt. Damit liegt Salzburg auf Platz 2, nach Wien. Die Entwicklung ist darauf zurück zu führen, dass durch neue Flugverbindungen, der Kongress- und Messetourismus sehr stark wächst. Im Jahr 2008 gaben die 5,5 Millionen Touristen ungefähr 137 Millionen Euro aus und sicherten damit ca. 1800 Arbeitsplätze in der Stadt. Durch das Messe – und Kongresswesen kann die Stadt Salzburg die Hotels und Pensionen auch außerhalb der Hauptsaison sehr gut auslasten.

In Salzburg arbeiten knapp 6 % im Tourismusbereich, jedoch sind die Wirkungen auf andere Bereiche, wie zum Beispiel der Dienstleistungsbranche sehr hoch. Die Festspiele in Salzburg ziehen jährlich auch dutzende Touristen an und der wirtschaftliche Nutzen davon ist gross. So hat Salzburg run 153 Miollionen Euro eingenommen und etwa 1600 Arbeitsplätze wurden geschaffen.
Auch die Mozartwochen, Pfingsfestspiele, Barock, Osrefestspiele und das Salzburger Adventsingen tragen zur Attraktivität der Stadt bei. Besuchermagnet ist auch die Festung Hohensalzburg, die fast 900.000 Besucher anlockt, die Mozart Geburts- und Wohnhaus lockt 400.000 Besucher an und das Schloss Hellbrun rund 300.000.